Österreich im Fußball

Fußball in Östrreich

Fußball in Östrreich

Fußball in Österreich – Stellenwert

Zu den Anfängen der Nationalmannschaft schenkte man den Spielern und dem Team fast keine Beachtung. Größere Clubs von Wien haben sich sogar oft geweigert, ihre Spieler für das A-Team zur Verfügung zu stellen. Auch die damaligen Zeitungen und Magazine widmeten den Länderspielen kaum Worte und deshalb gab es nie mehr als 20 Zeilen über das Team. Jedoch stieg 1909 das Interesse am A-Team gewaltig, da bei den österreichisch-ungarischen Duellen der Anfangszeit eine große Anzahl von ungarischen Schlachtenbummlern nach Wien zum Länderspiel kamen. Dadurch wurden viele Wiener aus ihrer Gleichgültigkeit gegenüber dem Fußballnationalteam geweckt. Nach langer Zeit begann man sich zunehmend mit dem Team zu identifizieren. Zwischen den Weltkriegen und der Nachkriegszeit kam es sogar zu einem ersten Höhepunkt in der Entwicklung des österreichischen Nationalteams. Das Team hatte große Erfolge und deshalb waren sie in der Zeit der hohen Arbeitslosigkeit, Hungersnot und bei den damaligen politischen Unruhen eine willkommene Abwechslung. Außerdem stärkte das Team auch das österreichische Selbstbewusstsein.

Fußball in Österreich

Einige Leute sagten sogar, dass Fußball einen wesentlichen Teil dazu beigetragen hat, dem Namen Österreich in der Welt Achtung zu schaffen. Dazu gehörte auch der damalige Unterrichtsminister Felix Hurdes, denn dieser streute nur förmlich mit Lob. Diese Anerkennung begann vor allem dadurch, dass Österreich, international gesehen, im Sport eine Stellung einnahm und einige Teams sogar hinter sich ließ. Das passierte vor allem dadurch, dass die Sportler von Österreich unter wesentlich günstigeren Lebensbedingungen arbeiteten. Ruhm des Teams und gleichzeitig die Erfolge der Vereine gingen einher, denn so wurden in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend Legionäre in das Team einberufen. Bis heute ist die österreichische Nationalmannschaft populär geblieben und deshalb kennt auch ein nicht-fußballinteressierter Österreicher oder sogar Ausländer das Schlagwort „Córdoba“. Heutzutage ist die Stellung des Nationalteams um einiges besser, als noch vor einigen Jahren. Die Stellung des Teams in Österreich geht vor allem auf die Erfolge zurück, zudem Österreich schon seit Beginn ein Wintersportland ist und es viele heute auch noch so sehen.

Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft

Erfolge

Die großen Erfolge blieben bei Österreich noch auf der Strecke. Das A-Team von Österreich hat nämlich nicht viele nachzuweisen. Jedoch gibt es dennoch ein paar wichtige Punkte: 1927/30 belegte das Nationalteam beim Europapokal, welcher der Vorläufer der Europa-Meisterschaft ist, den zweiten Platz. 1931/32 überraschte Österreich und wurde sogar erster beim Europapokal der Nationalmannschaften. Darauf folgte wieder ein zweiter Platz 1933/35. Dieses Jahrzehnt zählt zur goldenen Ära von Österreich. Jedoch liegt der letzte Erfolg der österreichischen Nationalmannschaft weit zurück. Österreich belegte 1948/53 und 1955/60 den dritten Platz beim Europapokal der Mannschaften. Im Laufe der Zeit konnte sich Österreich nur mehr für die Teilnahme an einer Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft qualifizieren. Oft kam es auch dazu, dass sie nicht einmal die Qualifikation überstanden. Zur Zeit kämpft die österreichische Nationalmannschaft endlich wieder einmal um eine Teilnahme an der Europameisterschaft, denn 2008 konnten sie nur dadurch teilnehmen, weil sie Gastgeberlang waren.

Nationalspieler und Bundestrainer

Bekannte Spieler von Österreich

Das Land Österreich hat und hatte einige berühmte Spieler. Zum einen den sprunggewaltigen Welttorhüter von 1953: Walter Zeman. Dieser spielte in den 50ern für Österreich und war auch Teilnehmer der WM 1954. In der Verteidigung gibt es weitere, wichtige Spieler von Österreich. Zum einen Robert Sara, welcher Kapitän der Córdoba-Mannschaft war und den berühmten 40-Meter-Pass auf Krankl vorbereitete. Außerdem ist der Rapidler Ernst Happel durch die Verteidigung bei Österreichs 54er-Team und vor allem durch den internationalen Namen als Trainer bekannt. Dieser gewann den Europapokal und wurde mit Niederlanden Vizemeister.
Bruno Pezzey spielte gemeinsam mit Robert Sara in der Abwehr der Córdoba-Mannschaft und nahm auch an der WM 1982 teil. Auch Gerhard Hanappi ist als langzeitiger Rekord-Nationalspieler mit 93 Einsätzen sehr bekannt. Unter anderem erreichte dieser im Team den dritten Platz 1954 in der Schweiz. Herbert Prohaska ist ein weiterer Spieler des Córdoba-Teams und nahm auch an der WM 1982 teil. Vor allem ist er aber als Analysator von Fußballmatches in Österreich bekannt. Weitere bekannte Spieler von Österreich sind Andreas Herzog und Toni Polster. Zuletzt kennt fast jeder Fußballfan Hans Krankl, welcher als bester Torschütze Europas ausgezeichnet wurde. Heute kennt man vor allem den Allrounder David Alaba von FC Bayern München, welcher nicht nur die UEFA Champions League gewonnen hat, sondern sich mittlerweile auch schon vierfacher Deutscher-Meister und dreifacher Deutscher-Pokalsieger nennen darf. Natürlich gehört ein Marko Arnautovic oder ein Martin Harnik zu den Kandidaten, die vor allem die Deutschen auch kennen. Vor allem sind österreichische Spieler heutzutage dadurch bekannt, dass sie entweder Legionär in Deutschland sind oder sogar bei Red Bull Salzburg spielen. Red Bull Salzburg gehört mittlerweile zu den besten Aufsteigerteams in Europa. Durch dieses Team in Österreich, kennt man auch viele Spieler des Nationalteams.

Trainer
Der Teamchef der Fußballnationalmannschaft aus Österreich wird vom ÖFB gewählt. Er hat die Aufgabe das Team zu trainieren und es bei Länderspielen zu betreuen. Auch darf dieser über die Einberufung der Spieler entscheiden. Aktuell setzt sich der Betreuerstab aus folgenden Leuten zusammen:

Willibald Ruttensteiner Sportdirektor
Marcel Koller Teamchef
Thomas Janeschitz Co-Trainer
Klaus Lindenberger Tormanntrainer
Roger Spry Konditionstrainer
Richard Eggenhofer Teamarzt

Marcel Koller, der Schweizer, welcher seit 2011 das Team betreut, zählt mit seinem Kader jetzt schon zu den besten Generationen von Österreich. Der Trainer bringt ins Nationalteam vor allem frischen Schwung mit und überzeugt immer wieder bei jedem einzelnen Spiel mit Österreich. Mit der Statistik acht Niederlagen in 28 Spielen zählt er auch schon zu den besten Trainern von Österreich.

Aktueller Kader

Derzeit wird das Team aus Österreich seit November 2011 von dem Schweizer Trainer Marcel Koller betreut.

Trikot Vorname NAME Geboren am Verein Spiele Tore
TOR
1 Robert ALMER 20.03.1984 Hannover 96 (GER) 21 0
12 Heinz LINDNER 17.07.1990 FK Austria Wien 7 0
23 Ramazan ÖZCAN 28.06.1984 FC Ingolstadt 04 (GER) 4 0
ABWEHR
3 Aleksandar DRAGOVIC 06.03.1991 Dynamo Kiew (UKR) 37 1
2 György GARICS 08.03.1984 FC Bologna (ITA) 40 2
5 Christian FUCHS 07.04.1986 FC Schalke 04 (GER) 66 1
17 Florian KLEIN 17.11.1986 VfB Stuttgart (GER) 27 0
15 Sebastian PRÖDL 21.06.1987 SV Werder Bremen (GER) 49 4
4 Martin HINTEREGGER 07.09.1992 FC RB Salzburg 8 0
13 Markus SUTTNER 16.04.1987 FK Austria Wien 14 0
16 Kevin WIMMER 15.11.1992 1.FC KÖLN (GER) 2 0
– Andreas ULMER 30.10.1985 FC RB Salzburg 2 0
MITTELFELD
10 Zlatko JUNUZOVIC 26.09.1987 SV Werder Bremen (GER) 39 5
8 David ALABA 24.06.1992 FC Bayern München (GER) 37 9
14 Julian BAUMGARTLINGER 02.01.1988 1.FSV Mainz 05 (GER) 36 1
6 Stefan ILSANKER 18.05.1989 FC RB Salzburg 7 0
22 Valentino LAZARO 24.03.1996 FC RB Salzburg 4 0
18 Christoph LEITGEB 14.04.1985 FC RB Salzburg 41 0
20 Marcel SABITZER 17.03.1994 FC RB Salzburg 11 2
– Veli KAVLAK 03.11.1988 Besiktas JK (TUR) 30 1
ANGRIFF
7 Marko ARNAUTOVIC 19.04.1989 Stoke City (ENG) 42 8
11 Martin HARNIK 10.06.1987 VfB Stuttgart (GER) 50 11
19 Lukas HINTERSEER 28.03.1991 FC Ingolstadt 04 (GER) 6 0
9 Rubin OKOTIE 06.06.1987 TSV 1860 München (GER) 9 2
21 Marc JANKO 25.06.1983 FC Sydney (AUS) 46 20
– Andreas WEIMANN 05.08.1991 Aston Villa (ENG) 13 0

Die Trikots von Österreich – Heim und Auswärts

Seit 1902 spielte die österreichische Fußballnationalmannschaft traditionell mit den Farben schwarz und weiß, welche aus einem weißen Leibchen und aus schwarzen Hosen und Stutzen besteht. 1908 wurden die Farben Schwarz und Weiß auch zu den Verbandsfarben erklärt. Aus dem Grund, dass unter den damaligen Teamchef Hans Krankl das Nationalteam von Österreich sich erfolgreich präsentierte, trat das A-Team ab 2002 in den bisherigen Ersatzdressen mit roten Leibchen und Stutzen, sowie weißer Hose an. Dieses Dress wurde unter viel Kritik wegen der Farben der Flagge von Österreich getroffen. Im Laufe der Jahre wurde diese weiß-schwarze Kombination der Dresse weiter zurückgedrängt und kam so 2010 auch noch hinter die schwarz-rote Kombination und galt ab da nur mehr als Drittdress. Jedoch blieben diese nicht lange nur als drittes Dress und so beschloss man im Mai 2010 das österreichische Nationalteam wieder in seinen Traditionsfarben bei Auswärtsspielen auflaufen zu lassen. Die rot-weiß-rote Garnitur wird bisher noch bei den Heimspielen eingesetzt. Seit 1976 rüstet das österreichische Fußballnationalteam die Firma Puma aus, wobei die Wahl des Schuhes jeden einzelnen Spieler freigestellt ist.

Bei der EM 2016 läuft Österreich natürlich wieder in neuen Trikots auf, die dieses Mal von nike kommen. Dabei wird man in Gruppe F gegen Island, Portugal und Ungarn antreten müssen.

Osterreich-EM-2016-Heim-Trikot-2

 

Die Bilanz bei den Weltmeisterschaften

Bisher nahm das österreichische Nationalteam siebenmal mit einer eigenen Mannschaft an den Weltmeisterschaften teil. 1938 bestritt das Team als Teil des Deutschen Reichs die WM. Insgesamt belegt das Team in der ewigen Rangliste Platz 19. Als besten Platz notiert das A-Team aus Österreich den Dritten bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Zuletzt nahm Österreich 1998 in Frankreich teil.
Bis jetzt hat Österreich 29 WM-Spiele bestritten. Davon haben sie 12 Spiele gewonnen, 13 verloren und vier Spiele endeten unentschieden. Friedrich Koncilia, Erich Obermayer, Bruno Pezzey und Herbert Prohaska gehören mit elf Einsätze bei zwei Turnieren zu den Spielern mit den meisten Einsätzen. Erich Probst schoss bei der WM 1954 sechs Tore und ist somit Rekordhalter von Österreich.

Österreich

Österreich

Die Bilanz bei der Europameisterschaft

Bei der Bilanz der Europameisterschaft von Österreich schaut es mehr mau aus. Österreich nahm insgesamt erst drei Mal an einer teil. 1960, 1964 und 2008, wobei das Team 2008 schon fix qualifiziert war, da Österreich mit der Schweiz Gastgeber war. 1960 schaffte es Österreich bis ins Viertelfinale und 1964 bis ins Achtelfinale. Leider schied man 2008 bei der Heim-EM nach der Vorrunde aus.

Die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz

Im Sommer 2008 wurde die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz ausgetragen. Insgesamt nahmen 16 Mannschaften teil, welche zunächst in Gruppen und dann im K.-o.-System aufeinander trafen. 2008 setzte sich Spanien gegenüber Deutschland 1:0 durch und wurde nach 1964 zum zweiten Mal Fußball-Europameister. Mit dem Mittelfeldspieler Xavi und dem Angreifer David Villa, der während des Turniers vier Tore erzielte, stellte Spanien zudem den besten Spieler und den Torschützenkönig der Europameisterschaft 2008. Außerdem wurde die EM zum ersten Mal in Österreich ausgetragen und stand unter dem Motto „Erlebe Emotionen“. Diese fand in acht verschiedenen Städten statt und rund 1,14 Millionen Menschen verfolgten das Fußballspektakel.
b. Derzeitiger Stand bei der EURO 2016 Qualifikation
Zurzeit führt Österreich die Tabelle mit 13 von möglichen 15 Punkten vor Schweden (9 Punkte), Russland (8 Punkte), Montenegro (5 Punkte), Liechtenstein (4 Punkte) und Moldawien (1 Punkt) an. Mit vier Siegen und einem Unentschieden ist es bis jetzt die beste und erfolgreichste EURO Qualifikation überhaupt. Die Hälfte ist gespielt und es scheint als würde das Team unter Marcel Koller gute Chancen auf die Teilnahme an der EM 2016 in Frankreich zu haben.

Fußball in Österreich

Fußball in Österreich

Der Kampf gegen Deutschland

Das Thema Deutschland gegen Österreich gehört wohl zu den sensibelsten Themen in Europa. Speziell im Fußball heißt es oft, dass der große Bruder auf den kleinen Bruder trifft und oft wurde der kleine Bruder „grantig“ und besiegte Deutschland.

Bis heute wurden insgesamt 39 Spiele zwischen Österreich und Deutschland ausgetragen. Dabei gab es 25 Siege für Deutschland, sechs Unentschieden und acht Siege für Österreich.
Eigentlich müsste für Deutschland alles klar sein, denn gleich in den ersten vier Spielen konnte Österreich gegen Deutschland gewinnen (1908-1920). Danach war es ziemlich düster im Kampf gegen Deutschland für Österreich. Im Freundschaftsspiel am 18.11.1992 konnte ein 0:0 errungen werden, danach setze es jeweils gewaltige Niederlagen wie ein 1:5 in Wien (1994), ein 6:2 in Nürnberg (2002) und ein 1:3 in Wien (2004).

Die bisherigen Länderspiele Deutschland gegen Österreich

Länderspiel Nr.DATUMORTPAARUNGERGEBNISANMERKUNG
87606.09.2013MünchenDeutschland - Österreich03:00WM-Qualifikation
86611.09.2012WienÖsterreich - Deutschland01:02WM-Qualifikation
85002.09.2011GelsenkirchenDeutschland - Österreich06:02EM-Qualifikation
84703.06.2011WienÖsterreich - Deutschland01:02EM-Qualifikation
80516.06.2008WienÖsterreich - Deutschland00:01EM-Vorrunde
79906.02.2008WienÖsterreich - Deutschland00:03F-Spiel
74718.08.2004WienÖsterreich - Deutschland01:03F-Spiel
71418.05.2002LeverkusenDeutschland - Österreich06:02F-Spiel
60702.06.1994WienÖsterreich - Deutschland01:05F-Spiel
59018.11.1992NürnbergDeutschland - Österreich00:00F-Spiel
53029.10.1986WienÖsterreich - Deutschland04:01F-Spiel
49005.10.1983GelsenkirchenDeutschland - Österreich03:00EM-Qualifikation
48727.04.1983WienÖsterreich - Deutschland00:00EM-Qualifikation
47625.06.1982GijonDeutschland - Österreich01:00WM-Vorrunde
46614.10.1981WienÖsterreich - Deutschland01:03WM-Qualifikation
46129.04.1981HamburgDeutschland - Österreich02:00WM-Qualifikation
44802.04.1980MünchenDeutschland - Österreich01:00F-Spiel
43421.06.1978CordobaÖsterreich - Deutschland03:02WM-Zwischenrunde
40303.09.1975WienÖsterreich - Deutschland00:02F-Spiel
38110.10.1973HannoverDeutschland - Österreich04:00F-Spiel
34221.09.1969WienÖsterreich - Deutschland01:01F-Spiel
34010.05.1969NürnbergDeutschland - Österreich01:00WM-Qualifikation
33313.10.1968WienÖsterreich - Deutschland00:02WM-Qualifikation
30309.10.1965StuttgartDeutschland - Österreich04:01F-Spiel
25819.11.1958BerlinDeutschland - Österreich02:02F-Spiel
24210.03.1957WienÖsterreich - Deutschland02:03F-Spiel
22230.06.1954BaselDeutschland - Österreich06:01WM-Halbfinale
21222.03.1953KölnDeutschland - Österreich00:00F-Spiel
20223.09.1951WienÖsterreich - Deutschland00:02F-Spiel
10407.06.1934NeapelÖsterreich - Deutschland02:03WM-Spiel um Platz 3
8613.09.1931WienÖsterreich - Deutschland05:00F-Spiel
8324.05.1931BerlinDeutschland - Österreich00:06F-Spiel
4613.01.1924NürnbergDeutschland - Österreich04:03F-Spiel
3823.04.1922WienÖsterreich - Deutschland00:02F-Spiel
3405.05.1921DresdenDeutschland - Österreich03:03F-Spiel
3226.09.1920WienÖsterreich - Deutschland03:02F-Spiel
2129.06.1912StockholmDeutschland - Österreich01:05Olympische Spiele
1509.10.1911DresdenDeutschland - Österreich01:02F-Spiel
307.06.1908WienÖsterreich - Deutschland03:02F-Spiel

Dem nicht genug, liegen die Österreicher in der aktuellen FIFA-Weltrangliste auf Platz 25, die deutsche Nationalelf jedoch auf Platz eins.
Trotzdem sind die Österreicher im Laufe der Zeit immer optimistisch geblieben, dass sie gewinnen können.

Aus solchen Gründen passieren auch immer wieder Wunder. Wie bei der WM 1978 in Argentinien beschwören sie den Geist von Córdoba. Im letzten Spiel der Zwischenrunde unterlag die deutsche Fußballnationalmannschaft als amtierender Weltmeister der österreichischen Nationalmannschaft mit 2:3. Beide Mannschaften schieden aus dem Turnier aus. Vier Jahre nach dem Spiel in Córdoba kam es zu einer traurigen Episode im Fußball zwischen Deutschland und Österreich. Dieses Spiel wird auch als „Schande von Gijon“ bezeichnet und fand bei der WM 1982 statt. Die deutsche Mannschaft hatte zuvor das Auftaktspiel gegen Algerien verloren, dennoch hatten beide Teams noch die Chance weiterzukommen, da das zuvor angesetzte Spiel der algerischen Mannschaft gegen die sieglosen Chilenen schon beendet war. 11 Minuten nach Spielbeginn war mit dem 1:0 für Deutschland ein Spielstand erreicht, der beiden Teams das Weiterkommen ermöglichte. Niemand zeigte Interesse, das eigene Ausscheiden zu riskieren, nur um den direkten Gegner aus dem Turnier zu werfen. Beide Teams spielten von diesem Zeitpunkt an ohne jegliche Angriffslust ein rein defensives Spiel, das für die unbeteiligte algerische Mannschaft trotz zweier Siege das WM-Aus bedeutete. Aus diesem Grund wurde der WM- Modus verändert. Die weiteren Spiele gegen Deutschland im 21. Jahrhundert konnte Österreich nicht für sich entscheiden, obwohl es einige Spiele gab, wo Österreich nah dran war, wieder ein Wunder im Fußball zu vollenden.